On Cinvat bridge

In service of Tanith

I dreamt my chemical bride

Slumbering I dreamt, a woman gliding with her hand overmy cheek and her thumb on my chin stopped me from an orgasm she lead me into. “Will You be quiet, or must I beat that into You to always be quiet?” I was naked kneeling before her. She wore a salt-and-pepper kneelong tight skirt, as I like very much. (I use this  salt-and-pepper (In German: Hahnentritt – cock’s kick) pattern on my computer screen.)I must have been whipped before that scene, because  my flesh was burning. I was into a deep orgasm. But she culd stop me softly, softly.

She must be Sister Lyrica, my chemical bride.

27. Juli 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Good Kitty C is hiding

“Feral” my most read blog is missing. Did she do away with exposing her soul without reaching where she doesn’t know to want to reach?

I wish You well****************

15. Juli 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

lyr 3: Twitter entry “about myself” – just came to my mind

Stayed childish to stand the times

Went wildish to understand the rhymes

Under the red star guiding

29. Juni 2009 Geschrieben von | poetry, tanith | Hinterlasse einen Kommentar

lyr 2: “Überall zu jeder Zeit mit allen Waffen” von Cornelius Hertz

Dieses Prosagedicht, das ich auf dem Sommerfest des Autors entedeckte, wird vom vorigen beantwortet. Ich habe mir erlaubt, den Zeilenumbruch, falls es denn einer war, sowie die Kleinschreibung der Substantive aufzuheben; beim Übergang vom Paar zum Engel habe ich ein Komma verschoben, allerdings mit einem nur anders unlogischen Ergebnis wie im Original. Unter den Gedichten von Cornelius befindet sich noch manches, auf das Benedetti antwortet.

Verstummt schon längst all die letzten +des doch alle einst herausreißenden, +sie dann zutiefst einenden Gesangs, +von nah aus den Rändern der Seele, +von fern aus der Stille, leer und +dröhnend niedergerungen, die bunker, +zentrales Spielkasino, Zerstreuungen, +machtgestützte Grundordnung. Im Netz +von Stromstößen ausgeglüht die einst +allgemeine Phantasie. Das ist der +Zeitvertreib. Anders kann denn auch +im Verhalten jener einzigen +beiden, die jetzt noch eine Botschaft +unseres Engels erwarten, nicht beob+achtet werden als nur, wie sie mit dem +Unkenntlichmachen ihrer Schatten am +Erdboden beschäftigt sind, vertieft in +die Sinnlosigkeit, sie mit Gewalt zu +ersticken wie vermeintlich drohende Frem+de oder aufgebaute tückische Gegner, +so sehr, daß sie auch gar nicht das +Herannahen des doch ungleich bedrohende+ren Endes wahrnehmen und, wie der Engel +sich erhebt vor ihnen, schwarz und voll +verkünden, entschlossen wie ein Hahnen+schrei, läuft er quer über die offenen +mitternächtlichen Bahnsteige der Men+schen, deren Züge schon längst abgefah+ren sind, aufgestanden aus den Tiefen +aller Kerker der Welt.

21. Juni 2009 Geschrieben von | cinvat, poetry, tanith | Hinterlasse einen Kommentar

lyr 1: “Verteidigung der Freude” von Mario Benedetti

Die Freude verteidigen wie einen Graben
sie schützen vor dem Skandal und der Routine
dem Elend und den Elenden
des Mangels an Übergängen
und Endgültigem

Die Freude verteidigen wie ein Prinzip
sie schützen vor der Verwunderung und den Alpträumen
dem Neutralen und den Neutralen
der süssen Schmach
und den schwerwiegenden Diagnosen

Die Freude verteidigen wie eine Flagge
sie schützen vor den Blitzen und der Melancholie
den Naiven und den Schurken
der Rhetorik und des Stillstands des Herzens
den Endemien und Akademien

Die Freude verteidigen wie ein Schicksal
sie schützen vor dem Feuer und den Feuerwehrmännern
den Selbstmorden und Totschlägen
der freien Zeit und der Unterdrückung
der Verpflichtung froh zu sein

Die Freude verteidigen wie eine Gewissheit
sie schützen vor dem Rost und dem Eisen
der berühmten Patina der Zeit
der Tücke und dem Opportunismus
den Zuhältern des Lachens

Die Freude verteidigen wie ein Recht
sie schützen vor Gott und dem Winter
den Großbuchstaben und dem Tod
den Familiennamen und den Leiden
dem Zufall
und auch der Freude

Übersetzung Michael Perkampus, anscheinend erst unter dem Eindruck des Todes von Benedetti. Ich versuche noch die Übersetzung von Reiner Kornberger, die ich stimmiger finde, zu bekommen. Als ich diese in der SoZ las, sagte ich mir, unbewußt hast Du auch in finstersten Zeiten um 2000 so gehandelt, wörtlich gegen viele der gelisteten Gegner gekämpft; Du warst positiver, als Du glaubtest, Klemens.

So, da haben wir sie:

Verteidigung der Freude

Die Freude verteidigen wie einen Schützengraben

sie verteidigen gegen den Skandal und die Routine

gegen das Elend und die Elenden

gegen die vorübergehenden und endgültigen

Abwesenheiten

die Freude verteidigen wie ein Prinzip

sie verteidigen gegen Alpträume und lähmenden Schreck

gegen die Neutralen und die Neutronen

gegen die honigsüße Niedertracht

und die schwerwiegenden Diagnosen

die Freude verteidigen wie ein Banner

sie verteidigen gegen den Blitz und die Melancholie

gegen die Naiven und die gemeinen Hunde

gegen die Rhetorik und das Herzversagen

gegen Epidemien und Akademien

die Freude verteidigen wie ein Geschick

sie verteidigen gegen das Feuer und die Feuerwehren

gegen Selbst- und andere Mörder

gegen Freizeiten und drückende Last

gegen den Zwang zur Fröhlichkeit

die Freude verteidigen wie eine Gewissheit

sie verteidigen gegen Rost und starren Schmutz

gegen die berüchtigte Patina der Zeit

gegen die Häme und den Opportunismus

gegen die Zuhälter des Lachens

die Freude verteidigen wie ein Recht

sie verteidigen gegen Gott und den Winter

gegen die Großbuchstaben und den Tod

gegen die großen Namen und die Wehleidigkeit

gegen den Zufall

und auch gegen die Freude


Aus: Cotidianas (1979); Übersetzung: Reiner Kornberger

(aus: M.Benedetti, Verteidigung der Freude. Gedichte, Bremen 1985)

19. Juni 2009 Geschrieben von | cinvat, poetry, tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Being precious going out on the air

What I will miss in writing in English is being precious in choosing words und build-up of sentences as a woman might build up herself for herself or for her man or for the men, just going out. Going out of myself was I when I went on air for the first time in my life. Two hours I was ranting about our actions at the national Protestant Church Day and their reasons inbetween pieces of rock. http://www.earritation.de/isl_small.m3u
Later in the month going out of energy then.

But then, six weeks earlier, something electrifying happened. A spark flew when, on the bus from a central demonstration in Berlin “We wont pay for your crisis!”, I held a piece of walnut cake another comerade’s mother made before sleeping girl M’s mouth: “Magst Du?” The spark flew first in her head; she decided, she had never been wakened up more nicely. And she told comerades sitting near me, so I could hear. She had left her seat several rows before me and presented herself turning and switching around, shaking her blond-blond hair. I knew her before form the group who mobilised against the jubilee congress of NATO in Strasbourg. But I just knew her. But now I knew something was in the air for me.

Airborned much later.

18. Juni 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Low key comeback

So, here I am again to start bloggin a’new. And I will be doing it in English from now on. I found too many more exciting, funny, insightful and, yes, poetic blogs in the English language than in the Deutsche Sprache on alt.com. And there will be more to explore. I guess my few readers can follow this. Uniquemoon anyway. I see, You looked me up at least once since You came back. I am eager to read what You’ve written after that accident happened, and I hope, You are doing well. Missdomminant might be angry for losing her German reading. Are You?

I will not force myself again to that daily brain squeeze I had from April to May. Oh well, it wasn’t all superficial. And it was a real step for me. Especially copy-and-pasting the thing together with my more political blog elsewhere. And then Lyrica happened, and it will stay. You know, the wonder drug of chastity and holiness, I mentioned quite often. Ok, I [B]can[/B] now break thorough it’s reign sometimes. …and then my campaign happened, and I lost touch with things herearound. If I think what punishments I boasted, if I didn’t keep my vows! Happily enough there’s no one who cares for them.

16. Juni 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Halbbewußtes öffentliches Subverhalten?

Ich bin auf der Cinvat-Brücke, meinem anderen blog, und außerhalb im realen Leben so beschäftigt mit der Herausforderung des Platzhirschen der Linkspartei bei der Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl und der Planung von Aktionen zum Evangelischen Kirchentag sowie der Gründung einer Ortsgruppe der internationalen sozialistischen linken, daß ich wahrscheinlich auch ohne mein Gegenschmerzstöffchen Lyrica keinen erotischen Gedanken, keine Aufwallung im Schwanz hätte. Doch nein, ganz stimmt es nicht. Am Rande meiner politischen Aktivitäten ist ein Blondschopf aufgetaucht, der eine Anlage zur Unterwerfung und Pflege von Schuldgefühlen hat. Dieser Tage hatte sie einen Schlüssel eines Veranstaltungsorts verbaselt und wir trafen uns mit dem Betreiber des Orts. Da ging sie vor ihm, als sie etwas zur Sache sagte und alle Schuld auf sich nahm, als einziges weibliches Wesen zwischen uns sieben Männern auf die Knie, korrigierte dies jedoch sofort, indem sie sich dabei auf ihren Hintern niederließ. Kaum zu glauben, daß es eine unbewußte Handlung war, eher schon halbbewußt. Demnächst gehen wir zusammen für ein Solidaritätsessen, daß ich kochen werde, einkaufen.

16. Mai 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Absterben der Lust beim Auftreten

Nun ist meine Unterbrechung viel länger geworden, als angekündigt. Jene Domme, die ich einige blogs zuvor als Kontrolle meiner pflichtgemäßen Bloggerei erdacht habe, hätte viel zu tun an mir, wenn es sie gäbe. Für meinen anderen blog auf Das Linke Netz kamen mir wenigstens noch Ideen während der Pause auch dort.

Das Linke Netz wird kurioserweise anscheinend von seinen Machern aufgegeben, und ich werde mit meinem blog einer der wenigen sein, der in dem hübschen Trümmerhaufen zurückbleibt. Und das auf einer elgg-Plattform.

Ja, und hier? Hier steht es so, daß mein Auftreten bei alt.com zusammenfällt mit der Einnahme des schon öfters erwähnten Mittelchens Lyrica. Ich beschrieb schon, wie es Impotenz bewirkt. Das, was es eigentlich soll, bewirkt es auch. Inzwischen jedoch scheint die körperliche Schrumpfung meines sexuellen Willens auch das Gehirn erfaßt zu haben. Ich habe unglaubliche drei Wochen keine einzige erotische Vorstellung mehr gehabt. Ich kann nur noch wie durch einen milden Schleier an “so was” denken. Was für ein Paradox!

4. Mai 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

?????????????????????????!

…………………………………………………………………………………………………………………………. ………………………………………………..S“““““““““““““““““““T´´

´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´ ´´´´´ ´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´I”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”LL”"”"”"”"”" “”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"” “”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"E

b i s z u m  27.  a p r i l

22. April 2009 Geschrieben von | cinvat, tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Drei listige Gedanken

Ich beobachte mich dabei, daß ich mit einer gewissen Freude gerne anderen Leuten, besonders Frauen, die neuste Errungenschaft meines Lebens beichte, die Impotenz durch das Mittelchen Lyrica.

Ich fürchte, die Ursache dieser Freude ist sicher tiefer anzusiedeln als der listige Gedanke, daß damit mit mir ja wohl keine andere erotische Beziehung außer einer sadomasochistischen mehr möglich ist. Der tiefen Ursache möchte ich gar nicht nachforschen. Ein weiterer listiger Gedanke besteht darin, daß eine Frau den Ehrgeiz entwickeln könnte, an mir über Schwester Lyrica triumphieren zu wollen. Der letzte listige Gedanke ist, daß ein Nein bei einer Annäherung, nichts mehr Ausmachen kann, da ich ja sowieso nicht kann.

Ich wills nicht verallgemeinern, aber was der größtmögliche Schaden alles für hübsche Blüten hervortreibt!

20. April 2009 Geschrieben von | tanith | 2 Kommentare

Nahsehen und Fernsehen

Heute war ich auf der Eröffnung einer Ausstellung in Osterholz-Scharmbeck mit Gemälden eines Freundes aus den 70ern. Er hat einen sehr flüchtigen Pinselstrich. Wenn man den von nahem betrachtet, sieht jede Einzelheit mißlungen und lächerlich aus. Wie kommt es dann, daß von weitem Körperhaltung und Gesichtsausdruck der gemalten Menschen so gut zu entziffern sind? Und insgesamt der Eindruck des Passenden und Schönen? Ist mein Freund nach jedem Pinselstrich fünf Meter zurückgetreten, um die Wirkung zu überprüfen? Nein, sagt er. Wodurch also dieses Fernewunder?

In der Praxis der SM-Szene gibt es die umgekehrte Entzauberung durch Annäherung. Der lächerliche Eindruck, den Werkzeuge oder Masken von nahem betrachtet machen. Dies ist jedoch bloß der Standpunkt des Betrachters. Die Teilnehmer fühlen ja auch. Und dann kann ihnen ihr Eindruck egal sein.

Erneut Einspruch. Für die Domme ist der Eindruck, den sie auf den sub macht, herrschaftsentscheidend. Ihr Glanz muß so blendend sein, daß nichts als Verehrung bleibt. Daß jede Berührung zum Gnadenerweis wird. Die arme Göttin muß beim Nahsehen und beim Fernsehen eine bleiben.

19. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Blog control

Ich brauche eine Kontrolleurin, die darauf achtet, daß ich meine selbst eingegangenen Verpflichtungen bezüglich der blogs auch einhalte. Verkündet hatte ich diese nur bei meinem anderen blog: Ein Eintrag pro Tag, der eine bestimmte mittlere Größe haben sollte – nicht etwa zwei. Sondereinträge wie eine Geschichte oder Serien fallen da nicht drunter. Und der Eintrag sollte möglichst auch tatsächlich am kalendarischen Tag erfolgen – wie der hier gerade es nicht tut. Die Kontrolleurin sollte aber auch auf trotz Korrekturlesen übriggebliebene Tippfehler achten sowie zweifelhafte Grammatik und Ausdrücke bemerken. Über diese muß es allerdings Verhandlungen geben können. Die Möglichkeiten, Vergehen zu sammeln sollte sie mit unterschiedlichen Strafen belegen und am Ende der Woche oder des Monats zusammenrechnen. Ich würde dann zu einem festen Termin bei ihr erscheinen, um meine Vergehen abzubüßen.

Gibt es in den weiten Gefilden von alt.com eine Dame, die zu dieser regelmäßigen Dienstleistung bereit wäre? Egal ob es die Einstiegsdroge zu mehr Kotrolle über mein Leben wäre oder nicht.

18. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Obscured by clouds

Jetzt habe ich erst gesehen, daß diejenige, die optisch und thematisch die deutschsprachigen Beiträge “dominiert”, sich hier für eine Weile verabschieden mußte: uniquemoon. Das deutsche Magazin war eine Männerdiskussionsgruppe um sie (sorry, Yara!). Alle Männer waren überaus höflich, fast höfisch, zu ihr; diese Höflichkeit ist meist zugleich auch Freundlichkeit. Denn diese strahlt sie auch ab. — Verdammt! Das sollte ich wirklich nicht in der Vergangenheitsform schreiben!! — Erst am Ersten April war ich ja das erste mal auf dieser Plattform und nahm nach wenigen Stunden ein innerlich auf sie orientiertes Verhalten, also Schreiben, an. Praktisch also den Beginn einer sub-Haltung. Die kitzelt angenehm.

SuB=Schlacht ums Brot – benannte ich gerade eine zwanglose Unterserie in meinem anderen blog, in der ich sowohl Beobachtungen aus dem Bäckereiwesen als auch Verhältnisse in der Nahrungsproduktion zeichnen will.

17. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

“Mach die Äuglein zu!”

Inzwischen habe ich hier eine Anzahl wunderbarer blogs aus den USA gefunden, sei es durch die Gestaltung, sei es durch den Inhalt – oder beides. Zwischen Freudenausbrüchen finde ich einen See von Melancholie. Gerade eben bei GoodKittyC’s Feral-blog.

Erwartet habe ich das nicht. Aber es entspricht meinen Empfindungen im Hintergrund der einzelnen submissiven und herrschsüchtigen Gelüste. “I’m so tired I could sleep for a thousand years,” sang Lou Reed im Refrain von “Femme fatale”. Wieso DAS denn, fragte ich mich lange genug.

Aber handelt es sich nicht bei der Submission um den Weg, auf den Status eines babies zurückzukehren, das die meiste Zeit sicher verwahrt und gestillt schläft? Die dominante Position ist die Position des babies, das nicht mehr mit der Mutterbrust zufrieden ist, aber weiß, daß von dieser die Befriedigung ausging; es will sie mit Gewalt wiederherstellen. Ist das nicht der Kern? Regression, baby!

16. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Öffnung mit Blick in die Vergangenheit?

Heute habe ich in einem Telephongespräch mit einem älteren Genossen erstmals so nebenbei, da er vermutete, ich würde es nicht schaffen, jeden Tag etwas in meinen (anderen) blog zu schreiben, berichtet, daß ich sogar noch einen zweiten blog schriebe, und zwar hier auf dieser SM-plattform. Er war erstmal perplex und verstand MS – Multiple Sklerose. Herumtönen werde ich damit jedenfalls nicht. Immerhin ist es möglich, in politischen Auseinandersetzungen dies gegen mich zu wenden. Auch wenn ich weiß, daß es nicht gegen meinen Charakter spricht, werden andere das anders sehen oder zumindest für lächerlich halten. Zu dem aus beiden blogs kombinierten blog im weiten Netz habe ich daher bisher genau drei Personen absichtlich Zugang gegeben. Spontan waren es die drei mir bekanntesten Schwulen: zwei aus meiner politischen Organisation isl und ein alter Freund meines Vaters. Mit diesem ist es seit diesen letzten Tagen zu einer intensiven Korrespondenz gekommen. Ob dieses coming out mit dem in letzter Zeit zunehmenden Wiederaufgreifen ganz alter Beziehungsfäden zusammenhängt?

15. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Schwester Lyrica

Im MAG thread zu eiaculatio praecox erwähnte ich schon die Wirkung, die das Mittel Lyrica hat. Ich nehme es gegen sogenannte polyneuropathische (was nur heißt: keinerweißwas) Schmerzen, die etwa 15 % aller Dialysepatienten bekommen. Seine anderen beiden Einsatzgebiete sind eine bestimmte Form der Epilepsie und dauerhafte Angstzustände. Und oho! In nur wenigen Tagen nach Ersteinnahme wurden in unbekannten Hinterstübchen des Gehirns nicht mehr wahrgenommene düstere Angstzonen ausgeräumt. Ich merkte es im Alltag. Mit den PNP-Schmerzen ist es dagegen noch nicht ganz fertig geworden

Das Mittelchen mit dem schönen wodurch bloß angeregten Namen hat aber auch die größte Liste von Nebenwirkungen von allen meinen Medikamentenauf dem Beipackzettel. Davon bekam ich gleich mal Sehstörungen, Taumeln und Zungenschwellungen mit Lispeln – alles nur gelegentlich. Dauerhaft merkte ich jedoch eine leichte sexuelle Grunderregtheit kombiniert mit einem Schwächeln der Erektion. OK. Vor Ostern wurde meine Dosis auf 75 mg/d von anfangs 25, dann 50, heraufgesetzt. Das Ergebnis ist ein vollständiges Verschwinden der Anregbarkeit des Penis. Er bleibt im weichsten Schrumpfstadium und völlig trocken.

Und siehe da: Innerlich muß ich darüber strahlen. Meine schon vorhandene Euphorie hat sich noch erweitert. Ein Gefühl, als sei ein Ziel erreicht.

In anderen Hinterstübchen des Gehirns zeichnet sich dunkel der Umriß von Schwester Lyrica ab.

14. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Gehirnsturm mit Puppen

Meine Mottozeile von Grateful Dead beginnt mich langsam zu stören. Klingt so losgelöst vom Kontext ziemlich jämmerlich. Das baby, das da vorkommt, ist dasselbe wie die wärmere Anziehpuppe im vorigen Eintrag, und dasselbe, das ich in meinem anderen blog* als Vögelchen bezeichne, das sang awhile and flew away. Auch eine Zeile von Grateful Dead. So wie deren china doll die kältere der Anziehpuppen sein kann.

Heute habe ich alle meine verlorenen bookmarks meiner meist geliebten bands wiederhergestellt und danach im anderen blog eine freie Assoziation zu Songzeilen geschrieben, die in meinem Kopf immer wieder auftauchen. Ein leichter Gehirmsturm. “Brainstorm, here we go” ist eine Zeile von Hawkwind**, die im anderen blog eine Rolle spielen. Ein Gehirmsturm zeigt mir, daß dieses Stück das ideale ist, um mich dabei auszupeitschen. Dann legt sich der Sturm.

*  http://das-linke.de/netz/pg/blog/klem
** http://www.hawkwindmuseum.co.uk/tix2b.htm

13. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Armes Schäfchen, armer Wauwau

http://PiXerve.de/65796/Das-arme-Schaf.html  sandte mir jemand in einem Forum im off record zu, um mir zu sagen, ich sei zu brav und gutgläubig gegenüber der in der Tat anpaßlerischen Führung der Linkspartei. Das stimmt nicht.

Gegenüber der richtigen Mama-Dame kann ich aber sehr schafig sein. Ich könnte sehr gut an ihren, möglichst aufwendig gepanzerten, Füßen ruhen und eindösen. Schlafen darf ich nicht, denn es könnte ja ein neuer Befehl kommen. Auch döst es sich wohl passender als Hund zu Füßen der Herrin. Je nach Befehl verwandle ich mich dann wieder in einen seltsamen Menschen.

12. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Anziehen ist wichtiger als Ausziehen



In mein apartment passen aber doch noch andere subs. Solche, die sich draußen rumtreiben können, und zu Hause deshalb erstmal gewaschen werden müssen. Sie sind schwierig in der Pflege, aber lieb. Lieb, selbst wenn sie trotzig sind. Das bleiben sie auch, wenn man sie züchtigt. Was sie besonders gern mit sich machen lassen, ist sich anziehen und schminken zu lassen. Wäre ich noch in Köln, könnte ich mit dem Schminken einmal im Jahr in die vollen gehen und ganze abstrakte Bilder aufmalen. Sie fühlen sich besonders warm an und dampfen einen erdigen Duft ab. Oder sie fühlen sich besonders kalt an und spielen die Willenlose und besonders Gehorsame, wenn sie angezogen werden. Dann sind sie nicht so lieb und man muß strenger mit ihnen umgehen.

Ich merke, erst dachte ich nur an das liebe B., später fiel mir noch I. ein. Eine Mischung aus beiden kann es nicht geben. Ich hoffe, das liebe B. lebt noch irgendwo da draußen.

11. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Art déco

Mein apartment ist so klein und vollgestellt mit Dingen, daß gar kein Platz zur Entfaltung wäre. Wäre es viel größer, hätte ich es in nullkommanix auch vollgestellt. Eine Submissive müßte schon SEHR diszipliniert sein, sich dekorativ da reinzupassen und nichts züchtigungsbehaftet umzustoßen oder gar zu zerstören. Eine der jeweiligen komplex vollgestellten Ecke angepaßte Körperhaltung und Erscheinungsweise wäre einzuüben. Später kann sie anfangen sich nützlich zumachen, indem sie meine Bücher, Keramikfrösche, Art déco-Dosen, getrockneten Pflanzen, schön aussehenden Produktverpackungsserien, Gewürzdosen und überhaupt alles vorsichtig abstaubt. Das hört nie auf, weil ich an einer Schnellstraße wohne und einige kleine echte Teppiche habe. Ich tue dazwischen, was ich gerade tun muß, habe aber ein Auge auf sie. Wir schweigen. Es brütet.

10. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Aufgekratzt ist aufgekratzt ist nicht aufgekratzt

Gestern war ich aufgekratzt, weil ich nicht vom Netz wegkam in der Nacht, insbesondere von dieser Seite. Heute bin ich aufgekratzt, weil es mir nach einiger Zeit und viel Verknüpfungsarbeit gelungen ist, eine Gruppe der internationalen sozialistischen linken hier in der Stadt zu gründen. Das ist für mich auch ein erotischer Hochflug.

Bei dieser Tätigkeit so wenig wie bei jeder anderen im Laufe des Lebens ist keine Türe da zu meinen Gelüsten. Die Hochstimmung hier zieht allerdings eine Hochstimmung da nach sich. So habe ich vorgestern eine künstliche Tür geschaffen, indem ich bei wordpress einen blog angelegt habe, der diesen hier mit meinem etwas älteren auf Das Linke Netz per copy-and-paste kombiniert. Auf die Gefahr der Unverständlichkeit der Bezüge hin. Jedenfalls darf ich nun damit rechnen, daß mich Leute darauf ansprechen.

Das wird dann anders sein als, wenn mich immer wieder mal Leute darauf ansprachen, warum ich nicht verheiratet sei. Da mußte ich mir immer was erfinden oder Halbwahrheiten erzählen. Es ist so, wie wenn Du durch die Straßen gehst und dir plötzlich inteniv vorstellst, daß nur wenige Zentimeter neben Dir hinter einer Hauswand ein ganz anderes Leben herrscht. Innen und außen.

10. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Compliance

In meinem Profil bestand leider nicht die Möglichkeit zu sagen, daß ich Dialysepatient bin und die Dialyse mit ihren unmittelbaren Folgen, dazu die Grundkrankheit mitsamt ihren Nebensymptomen ein Gutteil meines Lebens ausfüllen. Vor allem prägen sie mein Körperempfinden in ihrer ständigen Abwechslung. Daß ich gestern es wagte den Sonnengott zu verfluchen (oh weh!), hängt sicher auch damit zusammen.

Mein Befinden richtet sich auch nach meinem Trinkverhalten, weil davon die Menge Wasser abhängt, die herausultrafiltiert werden muß. Das Trinkverhalten und der vorsichtige Umgang mit kaliumhaltigen Lebensmitteln fassen die ÄrztInnen unter den Begriff compliance. Sie hören es nicht gerne, wenn ich das mit Gehorsam übersetze.

Ich vertrage ne Menge Wasserentzug und deshalb hapert’s bei mir mit dem Gehorsam. Bei der ein oder anderen Ärztin stelle ich mir schon gerne vor, von ihr die deswegen erforderliche Strafe zu erhalten. Durch die Blutschläuche zur künstlichen Niere ist man ja schon ein wenig gefesselt. Man darf sich nur wenig bewegen, weil die Maschine sonst alarmiert, wenn sie Druckveränderungen in meinem Blutkreislauf registriert oder die Nadel sich in der erweiterten Armvene festsaugt. Ich muß also während der Bestrafung stillhalten. Sollte die Maschine Alarm geben, wäre ein zusätzliche Bestrafung erforderlich. Auf der Stelle oder zu einem extra anberaumten Termin im Behandlungszimmer.

Leider ist man nie allein in so’nem Dialysezentrum.

8. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Sonne und Sex

April 8

Sind Feinde. Die meiste Zeit. Glaube ich. Besonders bei diesem Frühlingsanfang, wo es viel zu rasch von Schneeregen zu Julisonne aufstieg. Fühle mich, als ob ich am Vortag zu viel getrunken hätte. Und die Sonne wirkt so falsch! Wie ein Atomblitz, der auf einer Photoplatte stehengeblieben ist. “The future’s so bright, I got to wear shades”

Jede Andeutung eines sexuellen Gedankens widert mich an. Schnell in meine Höhle! Aber da kommt die Sonne auch rein. Kein kühler Mond in Sicht. Schlafen, bis alles besser wird.

Trotzdem: Sonnenlicht quält mich nicht so wie in den Jahren unter dreißig. Die meiste Zeit beachte ich das Wetter gar nicht, da ich zur Zeit genug Fäden zuspinnen habe.

8. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

progres

April 6

Daß das Unbewußte mich gerade in einer Phase des Lebens an Regression denken läßt, in der ich mich offensiver und angstfreier verhalte! Also ein Fortschritt stattfand von der Ungleichzeitigkeit des Kinds in mir mit der “Realität” hin zum Einverständnis. Hätte ich mich nicht so verändert, hätte ich mich gar nicht getraut, mich hier anzumelden und einen blog zu beginnen.

Daß man hier so stumpfsinnig festgelegt wird, gefällt mir nicht, selbst wenn es auf Transgenderirgendwas ist. Warum gibt es nicht die Möglichkeit zu erklären, ich suche niemanden? Komme, was da wolle.

8. April 2009 Geschrieben von | tanith | Hinterlasse einen Kommentar

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.